2017 feiert das Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) der ETH Zürich sein 50-jähriges Bestehen.  

Das Jubiläum

Der 50. Geburtstag des Instituts ist Anlass für einen Rückblick und Ausblick zugleich. Das gta steht deshalb am 28. und 29. September 2017 mit einer Tagung, einem Round Table und einer Ausstellungseröffnung ganz im Zeichen von Geschichte und Gegenwart, Theorie und Praxis, den vier Grundpfeilern des Instituts, die gleichermassen komplementär wie antagonistisch seit 1967 den Referenzrahmen für die Arbeit am gta bilden.

Tagung «Founding Myths» / Round Table «Perspectives»

Mehr als andere Bereiche des Wissens bedarf die Architektur der Vorstellung eines Beginns. Das Thema des Gründungsmythos – auch desjenigen des Instituts gta und der Architekturschule der ETH – ist deshalb der gemeinsame Nenner für eine Reihe von Beiträgen internationaler Forscherinnen und Forscher. Während der 28. September den Grundlagen der Disziplin gewidmet ist, wird am 29. September mit einem grossen Round Table der gegenwärtigen Situation und der Zukunft von Geschichte und Theorie der Architektur als akademische Disziplin nachgegangen. 

Debatte «The End of Theory?»

Im Anschluss an die Tagung diskutieren Peter Eisenman, Kurt W. Forster und Jacques Herzog am Abend des 28. September darüber, ob die Architekturtheorie an ihr Ende gelangt ist. Während Eisenman und Forster zu den Protagonisten der engen Verschränkung von Theorie und Praxis in den 1970er und 1980er Jahren gehören, vertritt Jacques Herzog die Absorption der Theorie in der Praxis eines Stararchitekten des Millenniums. 

Ausstellung «Phantom Theorie»

Anhand von Projekten, Manuskripten, Vorlesungsskizzen, Modellen, Ausstellungskonzepten und Bildern aus dem gta Archiv präsentiert die Schau das reiche Spektrum an Fragestellungen und unterschiedlichen Erzählungen, die während eines halben Jahrhunderts das Institut beschäftigt und die architektonische Praxis produktiv beeinflusst haben. Das Gemeinsame, das die Forscherinnen und Forscher über diesen Zeitraum hinweg verbindet, ist der stets neue Versuch, aus der Geschichte heraus Modelle für die Architektur der Gegenwart vorzuschlagen. Doch was im historischen Rückblick als etwas Kohärentes erscheint, entzieht sich in der Praxis des Alltags oft der Erfassung. So gesehen gleicht Theorie einem Geist, der keine Ruhe finden kann. 

Weitere Informationen:

gta50.arch.ethz.ch

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