BETONSUISSE Architekturgalerie
 
       

 

Einführung
Aktuell Szene
AAL Luzern (Neubau)
AAZ St.Luzisteig
EFH Adligenswil/LU
EFH Beinwil/AG
EFH Schaan/FL
Gemeindehaus Wollerau SZ
Güterbahnhof Lausanne
Hafengebäude Fussach/A
Kantonsschule Zug
Kunstmuseum Vaduz
KVA Thun
Museum Gertsch Burgdorf
NA Kirche Zuchwil
Schulhaus Bussigny
Schulhaus Eschenbach/SG
Schulhaus Päffikon SZ
Schulhaus Volta Basel
Sporthalle Zug
Parking Le Flon Lausanne
WH Horn/TG
WH Zürich(Zürichberg)
Klassiker
EFH Jona/SG
Gebäude BAG, Bern-Köniz
Hochschule Chur
Hochschule Rapperswil
Laborgebäude Uni Bern
PGH Meister Wollerau SZ
Pharmazentrum Basel
Schulhaus Vella/GR
Umnutzung/Sanierung
AAL Luzern (Altbauten)
Betonpioniere
A1-Tankstelle Deitingen/SO
Bally Tageslichtfabrik
BETONSUISSE Homepage

 

 
Einfamilienhaus Dr. Flatz Schaan / FL
1999-2000
Bauherr: Dr. Dietmar Flatz
Architekten: Baumschlager & Eberle Vaduz
Projektleitung: D.I. Marlies Sofia; Bauleitung: Paul Martin
Mitarbeiter: Ing. Christian Tabernigg, D.I. Eckehard Loidolt
Haustechnik Konzept: GMI Ingenieure Dornbirn
Statik: Ferdy Kaiser, Mauren/FL
Raum-Schichtungen
Die Qualität des "gewöhnlichen" Ortes    
Das auffällige Einfamilienhaus Dr. Flatz befindet sich leicht erhöht am Rand einer Ausfallstrasse in Schaan. Der Zutritt von der Strasse führt seitlich zum Eingang hoch und wird begrenzt durch eine Stützmauer, welche die Garage im UG und Garten und Swimmingpool im EG verbindet.    

Dieser Weg überwindet die markante Hangkante, auf der das Gebäude sitzt und die den Rand einer schmalen oberen Plattform mit Zugang und Garten bildet.  
Kubische Verschränkung    
Der winkelförmige Grundkubus des Erdgeschosses ermöglicht Aussenorientierungen nach den drei Hauptrichtungen Ost – Süd – West. Die Vorzüge dieser Bezugsetzung von Innen- und Aussenraum wie Sonnenlage, Aussicht und Grünraum werden mit Aussenelementen (Gartensitzplätze, Terrassen) verstärkt und durch ein entsprechendes Öffnungsverhalten inszeniert. Hohe Brüstungen lenken den Blick in die Weite.  

Tritt man ins Innere des Gebäudes, wird man durch Raumschichten geführt – ein durchdringendes Thema des Entwurfskonzeptes. Das Herzstück bildet die offene Küche, die im Gelenk des Winkels angeordnet ist. Die Treppe zum OG liegt quer zum Eingang und erschliesst zwei Geschosse mit Schlaf-, Arbeits- und Nebenräumen. Das 1. OG ist kurz, erhält aber einen über der Küche liegenden grossen offenen und überdeckten Balkon, der sowohl Morgen- wie Abendsonne einfängt. Die Überdeckung wird durch das langgezogene und weit auskragende 2. OG gebildet; so entsteht eine attraktive Loggia mit einem üppigen Blick ins Grüne.  





Die erschliessende Raumschicht im 2. OG liegt quer zur Treppe und wird in ihrer nach Innen gerichteten räumlichen Wirkung durch ein über die ganze Länge führendes Oberlicht verstärkt.  
Da die Zwischenwände der Räume nichttragend sind, ergibt sich die Möglichkeit einer weiteren Raumschichtung entlang der Ostfassade, die die Räume untereinander optisch verbindet.  
Materialisierung    
Diese räumlichen Qualitäten und die Reichhaltigkeit an inneren und äusseren Bezugsetzungen sind möglich dank der Konzipierung der Volumetrie als massive Beton-Raumkörper.  
Es ergeben sich ganz unterschiedliche Bilder. So ist die Ostfassade mit grossflächigen, die ganze Raumhöhe ausnützenden Öffnungen versehen, die die versetzten Schlafräume in den Obergeschossen, den Einschnitt der Loggia und den breiten Austritt der Wohn-/Essküche zum Gartensitzplatz zeigen.  
Demgegenüber bildet die Nordfront eine murale, durch die Versetzung der Baukörper und den Einschnitt der Loggia plastisch wirkende Komposition.  
Die freizügige Gestaltung der Volumetrie mit grossen Öffnungen, Einschnitten, horizontalen Bändern und Auskragungen gelingt dank der Interpretation moderner Betontechnologie samt Vorspanntechnik.  
Quellen
Pläne und Dokumentation: Architekten
Panoramas: Marco Homberger, CH-6004 Luzern
Autor
Prof. Dr. Ulrich Pfammatter, CH-5618 Bettwil
 
      1999-2007© BETONSUISSE