| Einfamilienhaus
Dr. Flatz Schaan / FL |
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1999-2000
Bauherr: Dr. Dietmar Flatz
Architekten: Baumschlager & Eberle Vaduz
Projektleitung: D.I. Marlies Sofia; Bauleitung: Paul Martin
Mitarbeiter: Ing. Christian Tabernigg, D.I. Eckehard Loidolt
Haustechnik Konzept: GMI Ingenieure Dornbirn
Statik: Ferdy Kaiser, Mauren/FL |
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| Raum-Schichtungen |
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| Die
Qualität des "gewöhnlichen" Ortes |
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| Das auffällige
Einfamilienhaus Dr. Flatz befindet sich leicht erhöht am Rand
einer Ausfallstrasse in Schaan. Der Zutritt von der Strasse führt
seitlich zum Eingang hoch und wird begrenzt durch eine Stützmauer,
welche die Garage im UG und Garten und Swimmingpool im EG verbindet. |
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| Dieser
Weg überwindet die markante Hangkante, auf der das Gebäude
sitzt und die den Rand einer schmalen oberen Plattform mit Zugang
und Garten bildet. |
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| Kubische
Verschränkung |
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| Der winkelförmige
Grundkubus des Erdgeschosses ermöglicht Aussenorientierungen
nach den drei Hauptrichtungen Ost Süd West. Die
Vorzüge dieser Bezugsetzung von Innen- und Aussenraum wie Sonnenlage,
Aussicht und Grünraum werden mit Aussenelementen (Gartensitzplätze,
Terrassen) verstärkt und durch ein entsprechendes Öffnungsverhalten
inszeniert. Hohe Brüstungen lenken den Blick in die Weite. |
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| Tritt
man ins Innere des Gebäudes, wird man durch Raumschichten geführt
ein durchdringendes Thema des Entwurfskonzeptes. Das Herzstück
bildet die offene Küche, die im Gelenk des Winkels angeordnet
ist. Die Treppe zum OG liegt quer zum Eingang und erschliesst zwei
Geschosse mit Schlaf-, Arbeits- und Nebenräumen. Das 1. OG ist
kurz, erhält aber einen über der Küche liegenden grossen
offenen und überdeckten Balkon, der sowohl Morgen- wie Abendsonne
einfängt. Die Überdeckung wird durch das langgezogene und
weit auskragende 2. OG gebildet; so entsteht eine attraktive Loggia
mit einem üppigen Blick ins Grüne. |
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| Die erschliessende
Raumschicht im 2. OG liegt quer zur Treppe und wird in ihrer nach
Innen gerichteten räumlichen Wirkung durch ein über die
ganze Länge führendes Oberlicht verstärkt. |
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| Da die
Zwischenwände der Räume nichttragend sind, ergibt sich die
Möglichkeit einer weiteren Raumschichtung entlang der Ostfassade,
die die Räume untereinander optisch verbindet. |
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| Materialisierung |
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| Diese
räumlichen Qualitäten und die Reichhaltigkeit an inneren
und äusseren Bezugsetzungen sind möglich dank der Konzipierung
der Volumetrie als massive Beton-Raumkörper. |
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| Es ergeben
sich ganz unterschiedliche Bilder. So ist die Ostfassade mit grossflächigen,
die ganze Raumhöhe ausnützenden Öffnungen versehen,
die die versetzten Schlafräume in den Obergeschossen, den Einschnitt
der Loggia und den breiten Austritt der Wohn-/Essküche zum Gartensitzplatz
zeigen. |
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| Demgegenüber
bildet die Nordfront eine murale, durch die Versetzung der Baukörper
und den Einschnitt der Loggia plastisch wirkende Komposition. |
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| Die freizügige
Gestaltung der Volumetrie mit grossen Öffnungen, Einschnitten,
horizontalen Bändern und Auskragungen gelingt dank der Interpretation
moderner Betontechnologie samt Vorspanntechnik. |
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Quellen
Pläne und Dokumentation: Architekten
Panoramas: Marco Homberger, CH-6004 Luzern
Autor
Prof. Dr. Ulrich Pfammatter, CH-5618 Bettwil |
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