| Schulhaus in Eschenbach / SG |
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| Bauherrschaft: |
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Schulgemeinde Eschenbach / SG |
| Architekten: |
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Christian Kerez, dipl. Arch. ETH/SIA, Zürich;
Mitarbeit Wettbewerb: Andreas Meiler, Helena Brobäck
Mitarbeit Ausführung: Silvia Beyer, Ivar Heule, Patrik Schmid |
| Bauingenieur: |
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Josef
Schwartz, Baar und Luzern |
| Projekt
und Ausführung: |
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1999-2002 |
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| Umkehrfigur |
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Standort und Bauaufgabe
Verschiedene Bauetappen kennzeichnen das alte Oberstufenzentrum
in Eschenbach. Mit dem Neubau wird die Anlage zu einer
Gesamtfigur
abgeschlossen und ein neues Zeichen gesetzt.
Mit
dem Situationsentscheid wird auch ein neuer Zugang festgelegt,
der näher zum Dorfkern liegt. Die Hauptrichtung der bestehenden
Schulbauten wird übernommen, was an der Schnittstelle zur Breitenstrasse
zu einer dynamischen Konfiguration unterschiedlicher Geometrien führt,
wodurch sich die Eigenständigkeit des neuen Baukörpers
verstärkt. Der vorgelagerte Platz bildet fürs Quartier
Breiten einen neuen, multifunktionalen Ort. |
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Raumkomposition
Im Entwurf waren drei Dimensionen leitend.Innerhalb einer einfachen
Gesamtfigur sollten die unterschiedlichsten Nutzungen einer von
der Grossform abgeleiteten Raumordnung folgen, nicht umgekehrt
als additive Abfolge von Schul-, Spezial- und Nebenräumen,
die eine Gesamtform ergeben.
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Eine
lange, mit seitlichem Oberlicht von den umliegenden Schulräumen
belichtete zentrale Pausenhalle bildet das Herzstück der
Anlage und findet ihre Fortsetzung über das Foyer im Vorplatz.
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Erschliessungswege sind als raumplastische Körper ausgebildet,
die wie Trichter nach oben zum Himmel geöffnet sind, der eine
linear, der andere mit seitlich verschobenen Podesten. |
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Kaskadentreppen
und exzentrische Stützen
Die kaskadenförmig sich nach oben öffnenden bzw. nach unten
verjüngenden „Erschliessungshäuser“ können
nicht wie sonst üblich als statisch wirksame Treppenkerne eingesetzt
werden. Sie bedingen durch ihre konstruktive Unwirksamkeit eine externe
Lastabtragung und Stabilisierung des gesamten Baukörpers. Um
die freie Raumanordnung nicht zu beeinträchtigen, waren auch
im Bereich der Aussenwände keine aussteifenden Scheiben sinnvoll,
so dass hier, an der Peripherie des Volumens, eine durchgängige
Schrägstellung der Stützen notwendig wurde. Modellfoto:
Gesamtfigur mit Treppenkaskaden und Stützenordnung.
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Tektonische Raumfigur
Jedes Stockwerk repräsentiert ein anderes Bild: die Kaskadentreppen
bilden je unterschiedliche Körper, sowohl in deren Innerem als
auch in ihrer volumetrischen Wirksamkeit und Zugänglichkeit
gegenüber den Pausenräumen auf jedem Stockwerk.
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| Die
randständigen Stützen befinden sich immer wieder an anderen
Stellen und haben unterschiedliche Abstände je nach Stockwerk.
Dadurch ist der Rohbau in seiner verschiedenartigen funktional-konstruktiven
Bedeutung und wechselnden Bildwirkung ständig präsent – gewissermassen
als „variable Konstante“. |
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Der
gesamte Rohbau wurde mit einer Glashaut umhüllt, die Deckenstirnen
mit Aluminiumbändern abgedeckt. Dadurch findet die Raum-
und Konstruktionsfigur als Baustruktur ihre direkte Expressivität
im transparenten Fassadenbild.
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Während
die räumliche Wirksamkeit der Zirkulationskörper sehr
stark wahrgenommen wird, scheinen die schrägen Stützen
gegenüber den Fensterrahmen – nach der Ausführung – eher
unterdimensioniert.
Das
in diesem Bau erzeugte Raumgefühl wird durch die „konstruktive
Präsenz“ bereichert. Die tektonisch wirksame Schrägstellung
der Stützen und deren ausschliessliche Lage im Fassadenbereich
führt nicht nur zu einem stützenfreien Grossraum, sondern
erklärt auch, warum die sich nach unten, im Auflagerbereich
des Erdgeschosses, verjüngenden Treppenkörper wenig
statische Wirksamkeit bieten – die Arbeit des Ingenieurs
als Mit-Entwerfer erklärt und verdeutlicht die konzeptionelle
Absicht des Architekten. |
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Quellen
Pläne und Dokumentation: Architekten
Bilder:
Ulrich Pfammatter
Panoramas: Marco Homberger, CH-6004 Luzern
Autor
Prof. Dr. Ulrich Pfammatter, CH-5618 Bettwil |
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