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| Einfamilienhaus
in Jona / SG |
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| Bauherrschaft: |
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Georg Ladner |
| Architekten: |
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Bearth & Deplazes,
Chur
Daniel Ladner, Chur |
| Bauingenieur: |
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Jürg
Buchli, Haldenstein |
| Unternehmung: |
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E. Thürmann
AG, Rapperswil |
| Projekt
und Ausführung: |
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1999 |
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| Terrassenkaskade |
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Standort und Bauaufgabe
Die Bauaufgabe bestand darin, an einem abfallenden Gelände inmitten
einer dispersen „Haldenbebauung“ in Jona, ein Einfamilienhaus
zu konzipieren, welches auf den Ort reagiert: einerseits im Mikrobereich
auf die Topografie, aber nicht die bauliche Umgebung, andererseits
im Makrobereich mit dem Blick südwärts auf den Zürichsee
und das Schloss Rapperswil. Die Abgrenzung von der Nachbarschaft
führte zu zwei seitlichen, vollständig geschlossenen Mauerschoten,
einem ummauerten Hofeingang und einer starken Durchlöcherung
der Südfront mit französischen Schlitzfenstern. Die Topografie
wird im Aussenraum noch betont durch die direkt an die Strasse gesetzte
Hofmauer und, nordwärts, das vorspringende 3. OG, welches das
Gebäude vom Terrain abzuheben scheint. Im Innern folgt die Kaskadentreppe
vom EG bis ins 2. OG, dem Niveau des rückwärtigen Gartens,
dem Geländeschnitt.
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Raumkonzept
Das EG besteht aus einem umschlossenen, aber klimatisch offenen Hofraum, über
dessen hangseitige Hälfte stützenfrei das Gebäude
gebaut ist. Lediglich ein verglaster Windfang mit Garderobe zeigt
den Weg ins Haus. Die bronzene Eingangstüre bildet das einzige
geschlossene Element in diesem sich nach Aussen abgrenzenden Patio.
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Über
die an der westlichen Gabäudemauer liegende Kaskadentreppe
gelangt man ins Schlafgeschoss und weiter ins 2. OG, in den Wohnraum.
Das 1. OG besteht aus drei Schichten: den rückwärtigen,
gegen das Erdreich geschlossenen Nebenräumen und Nasszellen,
einem mittleren Korridor und den nach Süden mit Schlitzfenstern
geöffneten Schlafräumen. Von da weg führt eine
zweite Treppe parallel an der ostseitigen Flanke ebenfalls in
das 2. OG und erschliesst hier direkt den Küchenbereich,
führt dann aber als einzige Treppe weiter in das 3. OG.
Das zweite Geschoss ist das einzige mit beidseitigen Öffnungen.
Südwärts liegt ein breiter Balkon auf der ganzen Länge.
Das 3. OG ist als Einlieger- oder Gästewohnung konzipiert, öffnet
sich aber wiederum nur nach Süden und verfügt ebenfalls über
einen gleichgrossen Balkon wie das 2. Geschoss.
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Konstruierte Raumfolge
Die Stützenfreiheit in der Querrichtung wird auf „robuste“ Weise
erreicht durch die Gestaltung der Betonscheiben als Virendeel-Träger:
die Öffnungen folgen den statischen Anforderungen eines in schmale
vertikale Scheiben und verstärkte Umlenkungsglieder in die Horizontale
aufgelösten vollwandigen Brückenträgers. Die stützenfreien
Raumschichten haben den Vorteil, dass die Trennwände in Leichtbauweise
oder als Schiebeelemente ausgeführt werden können. Dadurch
ist eine freie Raumeinteilung und Anpassung an veränderte Raumbedürfnisse
möglich. Konstruktionsplan eines Virendeel-Trägers, evtl.
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Die
Gestaltungsmöglichkeiten des Betons werden hier auf eine
besondere Art ausgeschöpft und im Grenzbereich der Leistungsfähigkeit
benützt, um die tektonische Wirkung der aufeinander geschachtelten
und terrassierten Raumschichten mit einer charakteristischen Öffnungshaltigkeit
abzubilden. Der Virendeelträger bestimmt dabei den Takt
der möglichen und sinnvollen Öffnungstyspologie.
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Quellen
Pläne und Dokumentation: Architekten
Architekturpreis „beton 01“, Zürich 2001, S. 62, 65;
Standfotos: Ulrich Pfammatter
Panoramas: Marco Homberger, CH-6004 Luzern
Autor
Prof. Dr. Ulrich Pfammatter, CH-5618 Bettwil |
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