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| Oberstufenanlage
in der Weid, Pfäffikon / SZ |
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| Bauherrschaft: |
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Bezirk Höfe, Wollerau / SZ |
| Architekten: |
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Meletta Strebel Zangger dipl. Arch.
ETH SIA BSA, Zürich und Luzern |
| Bauingenieure: |
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Desserich + Partner, Zürich |
| Bauphysiker: |
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Martinelli + Menti, Meggen |
| HLKK-Ingenieur: |
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Olos AG, Baar |
| Kunst
und Bau: |
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Christoph Haerle, Zürich
Annalies Strba, Richterswil
Hugo Suter, Birrwil |
| Farbkonzept: |
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Jean Pfaff, Ventallo |
| Wettbewerb: |
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2000 |
| Bauzeit: |
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2003 – 2005 |
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| Akropolis
des Lernens |
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Situation
Die
Oberstufenanlage in der Weid liegt, wie die Ortsbezeichnung andeutet,
im Grünen, an einem gegen Westen
und Norden abgrenzenden Waldrand, an einem steil von West nach
Ost abfallenden Hang und in einer Sichtschneise gegen die Alpen
in Ostrichtung.
Diese
Situation bildete in vielerlei Hinsicht eine ideale Ausgangslage
für das Konzept einer Art „Akropolis“-Lösung:
drei Schultrakte mit unterschiedlichen Fuktionen gruppieren sich
um den hoch im Gelände liegenden zentralen Platz, der sich
gegen das Alpenpanorama, gegen Süden und gegen Norden Richtung
Zürichsee und Pfannenstil öffnet. Der Terrainsprung wurde
damit ausgenützt, um unter dem Platzniveau die dienenden Nutzungen
wie Garderoben, Duschanlagen, der vom untersten Niveau zugänglichen
Turn- und Sporthallenbereich und die gesamten Technikräume
unterzubringen.
Die
derart angeordnete und gestaltete Mitte ermöglicht eine
Einbindung der Schulanlage ins nähere und weitere Umfeld und
des Schullebens ins attraktive Umfeld des Landschaftsraumes.
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Funktionen
und räumliche Qualitäten
Unmittelbar an die breite und dem Terrain angepasste Zugangstreppe
schliesst links ein erster Trakt mit öffentlichen Nutzungen
an: Eingangshalle, Mittagstisch mit Küche, Musik- und Aufenthaltszimmer
im EG, im OG die grosse Aula mit Bühne, Foyer und Requisitenraum.
Eine überdeckte Raumzone vor der Eingangsfront korrespondiert mit der entsprechenden
ins Volumen eingezogenen Raumschicht des zweiten, Unterrichtszwecken dienenden
Trakts. Die Aula und das obenliegende Foyer werden von der Eingangshalle aus
mittels einer breiten und offen und repräsentativ wirkenden Treppenanlage
erschlossen, die an einer durch ein Oberlicht beschienenen Wand liegt, die die
ganze Gebäudehöhe und die Proportionen dieses Traktes verdeutlicht. Das
Foyer vor der Aula gibt dank einem Panoramafenster die Sicht
zum Zürichsee
und zum Pfannenstil frei und inszeniert ein Bild zur fern liegenden Landschaft.
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Nach
der Zugangstreppe rechts schliesst der zweite, öffentlichen
Nutzungen vorbehaltene Schultrakt an: die Drteifachturnhalle.
Eine Zirkulationsschicht an der Ostseite enthält Treppe,
Lift, Nebenräume, Arbeitsräume für Hauswart und
Sozialarbeiter, Besprechungsraum und Sitzungszimmer mit Teeküche.
Diese
Zirkulationsschicht ist im UG auf der ganzen Länge als Zuschauergalerie
ausgebildet und verbindet funktionell den Turnhallenbereich mit der Garderoben-
und Duschzone an dessen Schmalseite und auch optisch durch ein Bandfenster,
das den Blick vor den Garderoben zu den Turnhallen inszeniert.
Hier
wird auch eine Verbindung hergestellt zum südlich liegenden Aulatrakt
mit weiteren Spezialräumen für Musik, Zeichnen, Werken u.a., die dank
dem gegen Osten abfallenden Gelände direktes Aussenlicht beziehen.
Die
Galerie längs der Turnhallen inszeniert einerseits Richtung Osten das
Alpenpanorama, den Fernblick, andererseits das Bild im Mikrobereich über
die Turnhallen hinweg zum Waldrand im Westen.
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Geht
man von der Zugangstreppe geradeaus über den Platz – die
funktionelle und urbane Mitte der ganzen Schulanlage –,
erreicht man den eigentlichen Unterrichtstrakt. Die gedeckte
Vorzone des Eigangsbereichs ist „eingefluchtet“ in
die volumetrische Begrenzung des „eingeschnittenen“ Eingangs
des Aulatrakts, auf der anderen Seite in die Fortsetzung des
Turnhallentraktes.
Auf
der Ebene Erdgeschoss liegen die allgemeinen Nutzungen wie Lehrerzimmer,
Biblio- und Mediothek sowie Unterrichtsräume für Naturwissenschaften
mit Laboreinrichtungen. Eine zentrale Eingangshalle wirkt als Verteiler zu zwei
gegenüberliegenden Treppenanlagen, die in beiden identischen Obergeschossen
je zwei Aufenthaltsräume erschliessen; der eine ist Richtung Ost, der andere
Richtung West mit dem Aussenraum verbunden.
Zusätzliche Oberlichter verstärken auch hier die Grösse des „öffentlichen“ Raumes
und den Tageslichtkomfort. Die Öffnungen dieser Aufenthaltsräume inszenieren
wiederum die weitere bzw. nähere Umgebung als „Bilder“.
Um
diese „Z-förmige“ Erschlissungszone liegen 8 Klassenzimmer
mit teilweise dazwischenliegenden Gruppen- und Vorbereitsungsräumen, sowie
Nebenräume. Die Trennung zwischen Unterrichts- und Korridorraum übernimmt
eine raumhaltige Zone, die von Innen zugängliche Kästen und Gestelle
sowie Lavabo und Medien und auch die haustechnischen Anlageteile wie kontrollierte
Raumlüftung u.a. enthält. Diese „mediale Schicht“ wurde
anders materialisiert und farblich behandelt als die übrigen Wände.
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Im
UG des Unterrichtstraktes befinden sich zusätzliche Spezialräume
wie Schulküchen, Handarbeit und Informatik. Im Übergangsbereich
zwischen Unterrichts- und Turnhallentrakt im UG wurde ein Sportplatz
angeordnet, der einerseits attraktiv im Winkel der Waldränder
liegt, andererseits die unterschiedlichen Niveaus im abfallenden
Gelände gegen Nordosten vermittelt.
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Beton: Konstruktion und Energietechnik
Die Vorspanntechnik
der Betonbauweise erlaubte grosse, breite und übers
Eck auskragende Volumen sowie eine präzise Bearbeitung der Oberflächen
und Details. Der Beton übernimmt zusätzlich die Aufgabe
als Speichermasse im Energiekonzept. Dank dieser Eigenschaft, die
Beton jedoch nur im rohen, sichtbaren Bereich übernimmt und
dank einer kontrollierten Raum- oder Komfortlüftung sowie Holzschnitzelheizung,
Erdregister und Photovoltaik für Gebrauchwasser konnte diese
Schulanlage den Minergiestandard erreichen. Der Beleuchtungsaufwand
kann dank grösseren Oberlichtern und Fenstern reduziert werden.
Dank der roh gezeigten Betonkonstruktion konnte das architektonische
und infrastrukturelle Konzept deutlich gemacht werden und bleibt
verständlich und nachvollziehbar. |
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Quellen
Pläne und Dokumentation: Architekten
Panoramas: Marco Homberger, CH-6004 Luzern
Autor
Prof. Dr. Ulrich Pfammatter, CH-5618 Bettwil |
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