Eindrücklich grosse Spannweiten und eine zeichenhafte, ganz aus der Tragstruktur in Sichtbeton entwickelte Architektursprache sind die auffälligsten Merkmale der Sporthallen Weissenstein.

Sporthallen Weissenstein, Bern

Architekten Penzel Valier AG, Zürich
Projektbeginn 2008

Realisation

2012-2014

Bauleitung

Penzel Valier AG, Zürich
Ingenieure

Penzel Valier AG, Zürich

Unternehmung Marti AG, Bern
Bauherrschaft Spohawe AG, c/o von Graffenried Holding AG, Bern

Die gewaltigen Dimensionen der weitgespannten Räume sind eine Wucht. Unmittelbar aus der Tragstruktur in Sichtbeton entwickelt, schöpft die zeichenhafte Architektursprache der Sporthallen Weissenstein ihre ganze Kraft. Obwohl die tragenden Teile aussen sichtbar sind, eignet ihnen etwas Geheimnisvolles, denn die Logik des Lastabtrags erschliesst sich erst von innen. Die Dreifachturnhalle steht um 90 Grad gedreht auf der weitaus grösseren, hälftig ins Terrain abgesenkten Wettkampfarena. Die beiden Längs-wände der oberen Halle sind als vorgespannte, wandartige Träger ausgebildet und dienen als Überzüge für das Dach der darunterliegenden Sporthalle. Die Lasten des oberen Volumens werden über vier plastisch geformte Betonstützen ins Erdreich  abgeleitet. Die quer dazu verlaufenden Hauptdeckenträger der Wettkampfhalle von  67 Metern Spannweite müssen nur einseitig abgestützt werden, weil sie statisch an die darüberliegenden Wandscheiben angehängt sind. Von aussen beeindruckt das grossmassstäbliche Gebäude insbesondere an den Ecken, wo vermittelnde Elemente  die Zusammengehörigkeit des oberen und unteren Körpers betonen. Die präzise Setzung des Gesamtvolumens, die ingeniöse Stapelung der beiden Hallen, der entspannte  Umgang mit der weitläufigen Frei-, Grün- und Parkfläche sowie der strukturell begründete Einsatz von Beton geben eine schlüssige Antwort auf die städtebauliche Situation und das Raumprogramm.

Weitere Informationen

  • In Bern-Weissenstein erzeugen zwei gestapelte und gegeneinander gedrehte Sporthallen  eine beeindruckende Raumsequenz mit grossen Spannweiten und vermeintlich schwebenden Tragelementen.

  • Von aussen beeindruckt das grossmassstäbliche Gebäude insbesondere an den Ecken: Hier bilden die zwischen der oberen und unteren Halle vermittelnden Elemente die Umlenkung der Lasten ab, wodurch die Zusammengehörigkeit der beiden Körper schön zur Geltung kommt.

  • Die beiden Längswände der oberen Trainingshalle sind als vorgespannte, wandartige Träger ausgebildet und dienen als hohe Überzüge für das Dach der darunterliegenden Sporthalle mit Tribünen für 2000 Zuschauer. Die Lasten des oberen Volumens werden über vier plastisch geformte, ebenfalls dunkel lasierte Betonstützen, die im Randbereich des offenen Erdgeschosses plaziert sind, ins Erdreich abgeleitet. Die quer dazu verlaufenden vorgespannten Hauptdeckenträger der Wettkampfhalle mit einer statischen Höhe von 2,1 Metern weisen die imposante Spannweite von 67 Metern auf.

  • Die Auskragung der oberen Halle wird auf Platzniveau zum weit ausgreifenden Vordach des Haupteingangs, dessen niedrige Höhe einen guten Raum mit starker Sogwirkung schafft.

  • Die ungewöhnlichen Dimensionen der weitgespannten Räume sind eine Wucht. Ihre kraftvolle Wirkung wird durch die konsequente Materialisierung in weitestgehend roh belassenem Sichtbeton bis hin zu den Nebenräumen, den Böden und den Tribünen unterstützt.

  • In der oberen Halle wird das Thema des Schwebens in modifizierter Form aufgegriffen: Hier sind die Betonscheiben auf drei  Seiten von einem geschosshohen Fensterband auf Bodenniveau abgesetzt und verfügen nur auf der Längsseite über aussenliegende, nach unten konisch zulaufende Stützen.

  • Die Trainingshalle in Form einer Dreifachturnhalle steht um 90 Grad gedreht auf der weitaus grösseren, hälftig ins Terrain abgesenkten Wettkampfarena und umlaufenden Erschliessungsflächen im Erdgeschoss. Die Wettkampfarena geht wegen des Terrainversatzes nahtlos in die Aussensportfelder über. So erscheint von dieser Seite die Trainingshalle als selbstständiger Baukörper.

  • Im verglasten Mehrzweckraum des Erdgeschosses entsteht durch das ausgeklügelte Tragsystem die grossartige, beinahe surreal anmutende Situation, dass die massiv von der Decke hängenden Träger ins Nichts hinauslaufen und alles zu schweben scheint.

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