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architekturpreis beton 09

Die Entscheidung ist gefallen.
Der zum 9. Mal ausgeschriebene "architekturpreis beton" der BETONSUISSE Marketing AG erreichte ein Höchstmass an Qualität. Die Jury unter dem Vorsitz des Architekten und ETH-Professors für Architektur und Konstruktion Andrea Deplazes hatte 124 Einsendungen zu bewerten. Manches, was in anderen Ländern zweifellos preisverdächtig gewesen wäre, konnte sich in einer harten Konkurrenz nicht durchsetzen. Das ist nicht zuletzt Beleg für ein überaus beachtenswertes Niveau im Umgang mit Beton, das sich aus Erfahrung und einer langen Tradition der Anwendung dieses Baustoffs in der Schweiz speist.

Diesjähriger Preisträger ist der Bündner Architekt Valerio Olgiati für drei meisterhaft komponierte Betonbauten:
- Nationalparkzentrum, Zernez
- Atelier Bardill, Scharanz
- Haus K+N, Wollerau
Je eine Auszeichnung geht an Burkhard Meyer Architekten für die Berufsschule BBB in Baden sowie an Gmür & Steib Architekten für die Wohnüberbauung Paul-Clairmont-Strasse in Zürich.
Ziele des architekturpreis beton
Beton ist ein allgegenwärtiger und moderner Baustoff: Kein anderes Baumaterial hat die Architektur des 20. Jahrhunderts so nachhaltig geprägt. Beton ist aber auch ein kreativer, weil formbarer Baustoff, der die Fantasie der Planer angeregt hat und weiter anregen wird. So einfach das Material daherkommt, so sehr bedarf es des Könnens und der Leidenschaft seiner Planer, um ästhetisch überzeugende Architektur daraus zu schaffen. Umso mehr ist es seit 1977 das Anliegen der Organisatoren des architekturpreis beton, das besondere Können der Architekten und Ingenieure an vorbildlichen und beispielgebenden Bauwerken aus Beton zu zeigen und damit einen Beitrag zur Förderung des Bauens mit Beton zu leisten.
Kriterien für die Vergabe des Preises
Kriterien für die Vergabe des diesjährigen architekturpreis beton waren der Gesamteindruck des Gebäudes, seine Ästhetik und seine Funktionalität sowie die Einbindung des Bauwerks in den städtischen, örtlichen oder landschaftlichen Kontext. Auch Aspekte wie der Innovationsgrad, eine materialgerechte Konstruktion, die Qualität der Ausführung und die Frage nach der Nachhaltigkeit sollten Berücksichtigung finden. Wie kaum anders zu erwarten, erfüllte keines der 124 eingereichten Projekte sämtliche Kritierien.
Preisträger und Auszeichnungen
Die achtköpfige Jury unter der Leitung von Professor Andrea Deplazes legte sich nach einem Jurytag mit einer ersten Vorauswahl und einer dreitägigen Juryreise mit Besichtigung der potenziellen Kandidaten einstimmig fest:
Ein Preis für Valerio Olgiati, von dem mit dem Nationalparkzentrum in Zernez, dem Atelier Bardill in Scharans und dem Haus K + N in Wollerau die hinsichtlich konzeptioneller Präzision und Materialisierung überzeugendsten Projekte stammen. Mit Auszeichnungen bedacht wurden die Berufsfachschule BBB in Baden von Burkhard Meyer sowie die Wohnüberbauung Paul-Clairmont-Strasse in Zürich von Gmür & Steib. Laut dem Laudator Professor Georg Franck setzen sich sämtliche der ausgezeichneten Werke mit Bautypen auseinander, die zum architektonischen Elend der verbauten Umwelt spezifisch beitragen. Der Preisträger Valerio Olgiati kämpft erstens mit dem Typ der Villa, die sich als dick gewordenes Siedlungshäuschen breit macht (Haus K+N in Wollerau), zweitens mit dem modernen Implantat in den empfindlichen historischen Bestand (Atelier Bardill in Scharans) und drittens mit dem Bauen für die touristische Erschliessung von Naturdenkmälern (Nationalparkzentrum Zernez). Das Austauschbare dieser Bautypen wird zum Verschwinden gebracht - sei es, dass (wie in Wollerau) die Situation "Hanglage mit Seeblick" eine radikale Umdeutung erfährt, sei es, dass (wie in Scharans) der Ausgleich von Alt und Neu in ein Ausbalancieren von Extremen übersetzt wird, oder sei es, dass (so in Zernez) die Harmlosigkeit der gängigen Lösungen durch ein gefährliches Spiel von schön und hässlich ersetzt wird.
architekturpreis beton 2013: Förderpreis für jüngere Architekten
Der architekturpreis beton - welcher in Fachkreisen bereits einen hohen Stellenwert erreicht - soll aufgewertet werden. Auch wenn die entsprechenden konzeptionellen Arbeiten erst begonnen haben, so plant BETONSUISSE mit der Preisausschreibung 2013 ebenfalls ein Förderpreis für jüngere Architekten zu schaffen, die sich mit besonderer Begabung der Herausforderung Betonbau stellen.

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http://www.betonsuisse.ch/betonsuisse/angebot/architekturpreisbeton/index.html?lang=de