Swissbau 2026: Beton im Fokus

Was bleibt, wenn die grösste Schweizer Baumesse vorbei ist? Ideen, Gespräche und konkrete Ansätze für das Bauen von morgen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Impulse aus Basel. Direkt aus unseren Veranstaltungen und Begegnungen rund um Beton.

Die Swissbau war für uns ein intensiver Auftakt ins Jahr. Vom 20. bis 23. Januar traf sich die Branche in Basel. Wir waren mit eigenen Formaten vor Ort und im Austausch mit Fachleuten, Partnern und Besuchenden. Aktuelle Fragen rund um Beton, Kreislaufwirtschaft und CO2 wurden diskutiert und an unseren Veranstaltungen weitergedacht. 

Hier finden Sie die wichtigsten Eindrücke unseres Auftritts und Inhalte aus den Veranstaltungen kompakt zusammengefasst:

Beton, kommt er aus der Mode oder ist er die Zukunft?

Beton, kommt er aus der Mode oder ist er die Zukunft?

Kaum ein Baustoff steht so im Fokus der Klimadebatte wie Beton. Zwischen Kritik und Innovation wird deutlich: Die Zukunft des Bauens hängt auch davon ab, wie wir Beton denken, planen und einsetzen.

Das Impulsreferat "Betonbautrends in struktureller Architektur" wurde von Dr. Kevin M. Rahner gehalten. Er ist Partner im Ingenieurbüro von Schnetzer Puskas.

Fachleute aus Architektur, Ingenieurwesen, Industrie und Nachhaltigkeit diskutieren, wie Beton heute kreislauffähig, CO₂-reduziert und ressourcenschonend verwendet werden kann – und welche Rolle er für die Versorgungssicherheit und Verdichtung unserer Lebensräume spielt. An konkreten Projekten zeigen die Expertinnen und Experten, wie optimierte Betone und Tragstrukturen, Materialkombinationen und digitale Planungsprozesse zur Transformation des Bauens beitragen. Eröffnet wird die Veranstaltung mit einem Impulsreferat von Dr. Kevin Rahner, Ingenieur und Partner bei Schnetzer Puskas Ingenieure.

Hybridbauten – Materialien im Zusammenspiel

Hybridbauten – Materialien im Zusammenspiel

Wie gelingt das Zusammenspiel von Beton und Holz in hybriden Bauweisen? Expertinnen und Experten zeigen anhand realisierter Projekte, wie Technologien, Planung und Architektur ineinandergreifen – und wie nachhaltige Gebäude entstehen, die Funktion, Effizienz und Gestaltung verbinden.

Hybridbauten vereinen die Stärken verschiedener Materialien und eröffnen neue Perspektiven für nachhaltiges Bauen. Im Fokus stehen zwei aktuelle Projekte, die zeigen, wie Beton und Holz sich ideal ergänzen. Martin Valier von Penzel Valier führt mit einem kurzen Impuls in das Thema ein. Anschliessend präsentieren Losinger Marazzi das Projekt Bern 131, ein SNBS-Gold-zertifiziertes Dienstleistungsgebäude im Hybrid-/Beton-Holzbau, und Boltshauser Architekten das Zwhatt Hochhaus, ein innovatives Holz-Beton-Hochhaus. Diskutiert werden Planungsansätze aus dem Ingenieurwesen, architektonische Konzepte sowie technologische Innovationen beider Baustoffe – und wie ihr Zusammenspiel die Zukunft des Bauens prägt.

Kann Beton der Gamechanger der Bauwende werden?

Kann Beton der Gamechanger der Bauwende werden?

Der Bausektor befindet sich in einer Transformationsphase: Auf dem Weg zu Netto-Null braucht es Akteure, die Verantwortung übernehmen und Materialien, die neue Perspektiven eröffnen. Beton zeigt, dass Wandel möglich ist.

Die Veranstaltung zeigte, wie Beton durch Kreislaufdenken, präzise Planung und Vorfabrikation zum Gamechanger der Bauwende werden kann. Vorgestellt werden die Roadmap der Schweizer Zementindustrie sowie die Initiativen des Baustoffkreislaufs Schweiz, der SwissBeton und der Zusatzmittelhersteller. 

Den Auftakt machte Lukas Epple, COO und Head of Strategy bei Vicat Group, mit einem Impulsreferat. Für ihn ist klar: Beton ist unersetzlich und genau deshalb muss er zum Gamechanger der Bauwende werden. Die grösste Herausforderung bleibt der CO₂-Ausstoss. Um diesen zu reduzieren, verfolgt die Branche einen klaren Fahrplan entlang der sogenannten 5C-Logik: Klinker, Zement, Concrete (Beton), Construction (Bauweise) und Carbonization (CO₂-Abscheidung und -Speicherung). Ziel ist es, den Materialeinsatz schrittweise zu senken, Prozesse zu optimieren und verbleibende Emissionen gezielt zu binden. Viele dieser Massnahmen sind bereits heute in Umsetzung. Entscheidend ist dabei ein realistischer Ansatz: keine einzelne Lösung, sondern eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Fazit: Beton kann seine CO₂-Bilanz deutlich verbessern und so zu einem zentralen Hebel der Bauwende werden.

Beton zu 85 % kreislauffähig – und trotzdem nicht genug!

Beton zu 85 % kreislauffähig – und trotzdem nicht genug!

Beton gehört zu den beständigsten Baustoffen überhaupt. Er ist langlebig, robust und zu fast 85 % wiederverwertbar. Doch die Branche gibt sich damit nicht zufrieden. Sie zeigt, dass noch mehr möglich ist: geschlossene Kreisläufe ohne Qualitätsverlust, ohne Abstriche bei Leistung und Gestaltung.

Was früher als Abbruch galt, ist heute eine wertvolle Ressource. Aus alten Bauteilen entsteht Neues, ganz im Sinne einer nachhaltigen Bauweise, die Rohstoffe schont und Verantwortung übernimmt. Vertreterinnen und Vertreter aus Zementunternehmen, Betonproduktion und Vorfabrikation zeigen, wie sie die hohe Rückführungsquote weiter steigern und ihre Baustoffkreisläufe konsequent schliessen. So verbindet Beton Vergangenheit und Zukunft. Er bleibt langlebig, stark und ressourcenschonend, ein Schlüsselbaustoff für das nachhaltige Bauen von morgen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Impulsreferat von Michael Widmer, Direktor des Verbands Baustoff Kreislauf Schweiz. Für Michael Wittmer ist klar: Kreislaufwirtschaft im Bauwesen darf sich nicht nur auf CO₂ konzentrieren. Neben dem Klimawandel stehen insbesondere Abfallmengen und Ressourcenknappheit im Fokus. In der Schweiz fallen jährlich rund 75 Millionen Tonnen Bauabfälle an. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an Wohnraum hoch. Umso wichtiger ist ein Umdenken hin zu einer werterhaltenden Baustoffkreislaufwirtschaft – vom schonenden Rohstoffabbau über kreislaufgerechtes Design bis hin zu Rückbau, Sortierung und hochwertigem Recycling. Während das Recycling mineralischer Baustoffe, insbesondere von Beton, bereits gut funktioniert, bestehen bei Wiederverwendung (Reuse), Materialreinheit und Schadstofftrennung weiterhin grosse Herausforderungen. Auch neue Themen wie PFAS erhöhen die Komplexität. Fazit: Kreislauffähiges Bauen ist machbar, erfordert aber ein ganzheitliches Verständnis, saubere Materialströme und die Zusammenarbeit aller Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette.

Impressionen Swissbau
Impressionen Swissbau
Impressionen Swissbau
Impressionen Swissbau
Impressionen Swissbau
Impressionen Swissbau
Impressionen Swissbau
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Impressionen Swissbau
Impressionen Swissbau
Impressionen Swissbau
Impressionen Swissbau
An der Swissbau konnten Besuchende an unserem Stand erleben, was Beton selbst über seine Zukunft denkt. Der KI-generierte Film zeigt Anwendungen, Transformation und Recycling-/Reuse-Perspektiven.
An der Swissbau konnten Besuchende an unserem Stand erleben, was Beton selbst über seine Zukunft denkt. Der KI-generierte Film zeigt Anwendungen, Transformation und Recycling-/Reuse-Perspektiven.
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