Was früher als Abbruch galt, ist heute eine wertvolle Ressource. Aus alten Bauteilen entsteht Neues, ganz im Sinne einer nachhaltigen Bauweise, die Rohstoffe schont und Verantwortung übernimmt. Vertreterinnen und Vertreter aus Zementunternehmen, Betonproduktion und Vorfabrikation zeigen, wie sie die hohe Rückführungsquote weiter steigern und ihre Baustoffkreisläufe konsequent schliessen. So verbindet Beton Vergangenheit und Zukunft. Er bleibt langlebig, stark und ressourcenschonend, ein Schlüsselbaustoff für das nachhaltige Bauen von morgen.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Impulsreferat von Michael Widmer, Direktor des Verbands Baustoff Kreislauf Schweiz. Für Michael Wittmer ist klar: Kreislaufwirtschaft im Bauwesen darf sich nicht nur auf CO₂ konzentrieren. Neben dem Klimawandel stehen insbesondere Abfallmengen und Ressourcenknappheit im Fokus. In der Schweiz fallen jährlich rund 75 Millionen Tonnen Bauabfälle an. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an Wohnraum hoch. Umso wichtiger ist ein Umdenken hin zu einer werterhaltenden Baustoffkreislaufwirtschaft – vom schonenden Rohstoffabbau über kreislaufgerechtes Design bis hin zu Rückbau, Sortierung und hochwertigem Recycling. Während das Recycling mineralischer Baustoffe, insbesondere von Beton, bereits gut funktioniert, bestehen bei Wiederverwendung (Reuse), Materialreinheit und Schadstofftrennung weiterhin grosse Herausforderungen. Auch neue Themen wie PFAS erhöhen die Komplexität. Fazit: Kreislauffähiges Bauen ist machbar, erfordert aber ein ganzheitliches Verständnis, saubere Materialströme und die Zusammenarbeit aller Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette.